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curriculum vitae
werdegang, homepages und schwerpunkte
1961 geboren in Hamburg
1980 Abitur am Gymnasium St. Georg, Hamburg
1980-82 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Hamburg
1982-83 Studium im Fach Kunsterziehung an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
1983-87 Studium Freie Kunst / Bildhauerei bei Franz Erhard Walther und Ulrich Rückriem an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
1985-86 Studienaufenthalt in Rom (I)
1988-92 Studium Freie Kunst / Bildhauerei bei Ulrich Rückriem und David Rabinowitch an der Kunstakademie Düsseldorf
1992 Abschluss als Meisterschülerin von David Rabinowitch
1994 Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler
Förderpreis für Bildende Kunst des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft
1996 Auslandsstipendium (New York) des Landes NRW
1997 Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn
2000 Artist in Residence, Forum Stadtpark/ Graz (A)
2002 Projektstipendium Kunststiftung NRW
2003-06 Leitung des Modellversuchs »Kunstkommission – Kunst am Bau an Düsseldorfer Schulen« auf Initiative des Kulturamts und des Amts für Immobilienmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit Markus Ambach
2005-07 Lehrbeauftragte an der FH Niederrhein/ FB02 Design für Grundlagen der Gestaltung
Mitglied im Vorstand des Deutschen Künstlerbundes
2009 Gründung der »Akademie einer anderen Stadt« in Zusammenarbeit mit Ute Vorkoeper
Artist in Residence, IDEE 01239, Dresden (mit Silke Riechert)
2009-11 Kuratorin / Künstlerin der Kunstplattform der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg, in Zusammenarbeit mit Ute Vorkoeper
2011 Artist in Residence im Rahmen des Symposiums ORTung, Land Salzburg (A)
Artist in Residence im Rahmen der Veranstaltungsreihe Global City – Local Identity?, Goethe Institut Dar es Salaam (Tansania)
2012 Projektstipendium »KunstKommunikation«, DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Mitglied im Editorial Board von Common, Journal für Kunst & Öffentlichkeit
2012/13 Lehrauftrag an der UDK Berlin, Fakultät 01 / Bildende Kunst
2013 1. Platz Wettbewerb zur Gestaltung der Glasfassade des Jenaer Stadtspeichers im Rahmen des Projekts BrandSchutz // Mentalitäten der Intoleranz mit der Akademie einer anderen Stadt (Andrea Knobloch / Ute Vorkoeper)
International Artist Workshop „ Approach to Realities,“, Organhaus Art Space, Chongqing, China / Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
Mitglied im Vorstand des Deutschen Künstlerbundes
 
HOMEPAGES
www.andreaknobloch.de
www.gasthofworringerplatz.de
www.mitwisser.net
 
ARBEITSSCHWERPUNKTE IN THEORIE UND PRAXIS
Andrea Knobloch hat in Hamburg und Düsseldorf Freie Kunst/Bildhauerei studiert. In ihrem künstlerischen Schaffen bringt sie eine Vielfalt von Medien zur Anwendung, um sich in Konstellationen aus konkreten Raumbildungen und darin aufgehobenen Alltags-Praktiken zu bewegen. Neben prozessual angelegten Projekten und Kooperationen entstehen auch Collagen, Fotografien, Objekte, Installationen und Performances.

Zu einem zentralen Untersuchungsgebiet haben sich zuletzt modulare Ordnungen entwickelt, wie sie sich sowohl im Kunsthandwerk als auch in der bildenden Kunst finden lassen. Ornamente basieren auf Wiederholbarkeit und Anschlussfähigkeit der verwendeten Grundformen. Durch seine mechanische Reproduktion wird das Ornament auf die Funktion des beliebigen Dekors zurückgeworfen. Erst in der handwerklichen Herstellung offenbart sich ihr eigentliches Potential: Wiederholung erzeugt Könnerschaft bis hin zur Virtuosität. Die zunehmende körperliche, mentale und emotionale Vertrautheit mit Material und handwerklichem Verfahren provoziert die Lust am Überschreiten selbst gesetzter Regeln und bringt auf diese Weise alternative Möglichkeiten ins Spiel. Die spannungsvolle Lebendigkeit eines Ornaments entwickelt sich in der Ambivalenz zwischen disziplinierter Wiederholung und der spielerischen Produktivität des Fehlers oder der bewusst herbeigeführten Un-Regelmäßigkeit.

Die Architekturen der Moderne bilden in den Arbeiten von Andrea Knobloch den Resonanzraum für die Auseinandersetzung mit dem Ornamentalen, dessen überlieferte Grundformen die Erinnerung an volkstümliches Kunsthandwerk bewahren, obwohl seine an industrialisierte Herstellungsverfahren angepassten Aktualisierungen nur mehr der Unterscheidung des immer Gleichen dienen. Der Bebrauch mechanisch reproduzierter Flächensysteme als Organisationsformen alltäglicher Gestaltungen gibt einer allgegenwärtigen Verwertungslogik nach, die effiziente Reproduzierbarkeit und Warenförmigkeit einfordert, so dass Standardisierung und Normierung Varianz und Vielfalt ablösen. Da, wo sich die Gestaltung von Lebensraum auf die Konstruktion überraschungsloser Normalität beschränkt, wird das sich nicht fügende, spielerisch seine Eigengesetzlichkeit überspringende und prinzipiell unendliche Ornament zu einer Geste der Befreiung.

Die künstlerische Formensprache von Andrea Knobloch entwickelt sich im Spannungsfeld zwischen prinzipiell flächigen ornamentalen Ordnungssystemen und ihrer Auffaltung zu Raum strukturierenden Volumen, in die Erinnerungen an gebaute Welten und Arten und Weisen des sich darin Einrichtens eingebettet sind.
 
 
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