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Juni 1998
New York Security Mini-Storage Project
mobiler Ausstellungsraum
Teil 2: Nürnberg, Düsseldorf, Zürich, Wien


»New York Security Mini-Storage Project«
Vierkantholz, Kistensperrholz, Schlossschrauben, Wandfarbe 317 x 237 x 211 cm
Drehscheibe, gefärbtes Licht, Bilderwand
Kunsthalle Nürnberg
Copyright Andrea Knobloch, Fotografie: Andrea Knobloch


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»An der Schwelle zum eigentlichen Ausstellungsraum in der Shedhalle steht Andrea Knoblochs "New York Security Mini-Storage Project", eine wandernde Raumskulptur, respektive ein mobiler, transportabler Ausstellungsraum, der dem New Yorker Security Mini-Storage-Ausstellungsraum von Caroline Nathusius nachgebildet ist. Obzwar die Innenmasse exakt mit dem Original übereinstimmen, bleibt Knoblochs Reproduktion durch das Fehlen von Decke und Fussboden ein Fragment, das immer den Funktionsrahmen einer Institution benötigt. Gleich einem trojanischen Pferd beherbergt er eine Ausstellung, auf die die Gastinstitution keinen Einfluss nehmen kann. Knoblochs semi-autonomer, modellhafter Ausstellungsraum im Kunstraum wirft nicht nur die Frage nach dem symobolischen und konkreten Ort von Kunst auf, sondern reflektiert auch dadurch, dass er explizit "on tour" und nur fragmentarisch ist, die jeweilige Institution in ihrer spezifischen Bedingtheit. Caroline Nathusius wählte für die Shedhalle Helene von Oldenburg aus, eine Künstlerin, die sich auf ironische Weise mit dem aktuellen Thema der Netzwerke auseinandersetzt. "Arachnoide Produktion. Schnittstelle Zukunft. Neue Erkenntnisse der experimentellen Spinnenkunde und ihre Konsequenzen für eine evolutionäre Ökonomie am Beispiel des New York Security Mini-Storage Projects" lautet der Titel ihrer Ausstellung und eines dazugehörenden Vortrags. Oldenburg gruppiert Spinnenzeichnungen und fetischartige Demonstrationsobjekte, die die kursierenden Netzwerkmetaphern und Tätigkeiten mit ihrer ursprünglich biologischen Herkunft und den damit verbundenen weiterführenden Assoziationen parallelisieren. Damit paraphrasiert sie nicht nur Sci-fi-Ängste und die gegenwärtig ziemlich überstrapazierten Überschneidungen von Kunst und Wissenschaft, sondern vor allem die in alle Bereiche hineinschwappenden Netzdiskurse. Ihre Arbeiten funktionieren wie psychoanalytische Knotenpunkte oder Kataloysatoren für weitere assoziative Verflechtungen und Verwicklungen, womit Helene von Oldenburg selbst die "evolutionäre Ökonomie" der Netze weiterspinnt und zum Weiterstricken zur Verfügung stellt.«
Ulrike Kremeier (Pressetext »Schnittstelle Produktion«, Shedhalle Zürich)


Stationen
»Surprise IV«, Kunsthalle Nürnberg, 14.06.1998

»New York Security Mini-Storage Project«, Kunstverein Düsseldorf, 18.07.-27.08.1998, feat. Kyra Stratmann (Köln) und Jeff Perkins (New York)

»Schnittstelle Produktion«, Shedhalle Zürich, 15.08.-04.10.1998, feat. Helene von Oldenburg (Hamburg)

»Schnittstelle Produktion«, Kunsthalle Exnergasse, Wien, 13.01.-13.02.1999, feat. Ellen Nonnenmacher (Berlin)


Katalog
»New York Security Mini-Storage«, Hrsg.: Andrea Knobloch, Caroline Nathusius
Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 1998, ISBN 3-928342-95-9
gefördert von der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW


Dank
Eva Meyer-Hermann, Raimund Stecker, Ulrike Kremeier

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