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Januar 1995
Giebel
Installation, Fotografie
Galerie Sophia Ungers, Köln


»Giebel«, Installation
Fichtenholz, verleimt, Acryllack, 79 x 380 x 18 cm
copyright Andrea Knobloch, Fotografie: Andrea Knobloch


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Die Räume der Galerie Ungers befanden sich 1995 in einem umgebauten und renovierten Altbau in Köln. Das Haus ist sehr schmal, jedes der fünf Stockwerke besteht im Grunde nur aus einem Raum und dem dahinter liegenden Treppenhaus. Im Erdgeschoss gibt es ein großes Schaufenster, daneben eine schmale Tür, der einzige Zugang zum Haus.

Seine Fassade ist reich verziert mit tektonischer Ornamentik. Säulen, Gesimse und ein Atlant sollen das Tragen und Lasten der architektonischen Elemente visualisieren. Eine überzeugende Darstellung gelingt nicht. Die einzelnen Elemente scheinen nach ästhetischen Gesichtspunkten aus einem Musterbuch ausgewählt worden zu sein. Die schmückenden Details werten die schmale Fassade auf und vermitteln den Eindruck von Gediegenheit und Wohlstand.

Die Ornamentik gipfelt in einem klassizistischen Giebel zwischen zweitem und drittem Stockwerk. Dieser Giebel, eine klassische Würdeform, die auf die besondere Bedeutung eines Gebäudes hinweisen soll, wurde in Holz nachgebaut und in dem für ein Ladenschild vorgesehenen Feld über dem Schaufenster und dem Eingang der Galerie auf der Spitze stehend angebracht. Eine S/W-Fotografie des Hauses, bräunlich getönt und auf Spanplatte aufkaschiert, wurde in der Galerie installiert. Sie zeigt alle Stockwerke des Hauses bis auf Dach- und Erdgeschoss. Sie wurde, wie auch die Giebelreplik, über Kopf aufgehängt, so dass allein der nachgebaute Giebel auf dem Foto tektonisch richtig erscheint.


Termine
Eröffnung: 20.01.1995
Laufzeit: 21.01. – 03.03.1995


Dank
Frank Terhardt

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