ausstellungen projekte aktionen vortraege texte werke lehre
>> texte
Februar 2007
Gestalten Sie Ihren Platz!*
In: Der Architekt, Ausgabe 2/2007 »Brot und Spiele.Die Stadt als Kunstwerk«, Hrsg.: BDA, S.24ff


Worringer Platz mit Eingang zur Unterführung in den späten 80er Jahren (Fotografie: Ingrid Schröder)


Zum Vergrößern auf Bild klicken!
Der Platz

Der Worringer Platz in Düsseldorf ist unmittelbarer Nachbar des Hauptbahnhofs. Die an seinen Rändern aufeinander treffenden Verkehrsachsen begrenzen eine dreieckige Restfläche in der Mitte. Zerschnitten von den Schienensträngen dreier Straßenbahnlinien und tangiert von einer vierten Schienenspur, liegt der Platz - staubgrau und immer ein wenig unaufgeräumt. Die hektischen Bewegungen der Verkehrsteilnehmer/innen brechen sich an der trägen Ruhe seiner treuesten Nutzer/innen, die sich hier die Zeit vertreiben, die ihnen Sucht und Suche nach Nachschub für nachmittägliche Räusche übriglassen. An der Schnittstelle zwischen der Mode-, Kunst- und Gartenstadt Düsseldorf vor dem Bahnhof und dem Stadtteil Oberbilk hinter dem Bahnhof - traditionelles Arbeiter-Wohnviertel und ehemals zentraler Standort der Stahl verarbeitenden Industrie -, gibt es in der Umgebung des Worringer Platzes auf Hinterhöfen und in aufgegebenen, vormals industriell genutzten Gebäuden viel Raum zu günstigen Mieten. Mittlerweile haben es Oberbilk und das benachbarte Flingern zum »Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf« gebracht. Was bedeutet, dass die Fassaden der Häuser bunter werden, die Mieten steigen, die leer stehenden Läden sich mit Ich-AG's füllen und man die vielen Künstler-Ateliers und kleinen Ausstellungsprojekte im Rathaus »Little Chelsea« nennt. Auch der Worringer Platz wurde aus seiner angestaubten Routine wachgeschüttelt, aufgeräumt und umbenannt. Seit seiner offiziellen Wiedereröffnung am 03. Juni 2005 kennt man ihn als »Grüne Insel bei Tag und bei Nacht«!


Rückblick
In den 30er Jahren war der Worringer Platz Zentrum eines lebendigen Geschäftsviertels. Die großen Stahl verarbeitenden Betriebe in Oberbilk waren von hier aus durch die Unterführung der Bahngleise an der Kölner Straße zu erreichen. Die Rüstungsfirma Schiess produzierte an der Erkrather Straße auf dem Gelände der heute stillgelegten Paketpost. Tausende Arbeiter strömten im Rhythmus der Wechselschichten über den Platz. Im »Posthorn« oder im »Ader's Buck« bekam man nach der hitzigen Arbeit die erste Flasche Bier. Man konnte das schwer verdiente Geld in den Gaststätten und Geschäften unter die Leute bringen oder im Capitol-Theater - Kino und Varieté Bühne zugleich - in die neuesten Filme investieren. Noch bis 1957 erinnerte der zentrale, steinerne Pavillon mit dem »Kiepenkerl« auf dem Dachsockel an diese Zeit. Im Jahr 1962 wurden dann sämtliche Relikte der Vorkriegszeit geräumt und der Platz nach einer gründlichen Umgestaltung und der Einrichtung einer Fußgänger-Unterführung neu eröffnet. Mit der einsetzenden De-Industrialisierung ab Mitte der 70er Jahre verlor er mehr und mehr seine Bedeutung als Drehscheibe zwischen Arbeit und Freizeit. Bereits im Jahr 1969 verabschiedete sich das Capitol-Theater mit einer Aufführung des Musicals »Hair« endgültig von seinem weniger werdenden Publikum, um in einen Baumarkt verwandelt zu werden.

Anfang der 90er Jahre begannen Künstler/innen, die immer schon in Flingern oder Oberbilk wohnten und arbeiteten, ihr Aktionsfeld auszuweiten. Ein leer stehendes Ladengeschäft am Worringer Platz wurde angemietet und in einen Künstlerclub umgebaut. Die Anschubfinanzierung organisierten die Beteiligten durch eine Auktion unter Künstler/innen und der Verein wp8 e.V. wurde gegründet. Als Treffpunkt, Wohnzimmer-Bar und Austragungsort für Tischfußballturniere gestartet, entwickelte sich der Club zum Ausgangspunkt vielerlei künstlerischer Aktivitäten rund um den Worringer Platz.

Der Sog des Leerstands1 zog weitere Akteure aus der Kunstszene an: neben dem Ego-Club (Bar, Musik Live-Acts) lud Innenstadt Mainstream in die Paketpost auf dem vormaligen Schiess-Gelände zu kritischen Diskursen über neoliberale Stadtentwicklung. Die Düsseldorf-Londoner Künstlergruppe hobbypopMUSEUM organisierte ab 1998 monatlich Ausstellungen und Performances in eigens dafür erstellten Settings in ihren Ateliers im Erdgeschoss des Postgebäudes.

Leerstand, einhergehend mit einem Mangel an Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Gelände seitens der städtischen Verwaltung wird zum Möglichkeitsraum für Interessen, die sich nur dort ins Spiel bringen können, wo der ökonomische Druck auf eine Immobilie mangels solventer Nachfrage verpufft. Es entstehen informelle Öffentlichkeiten, die jenseits geltender Regeln nach improvisierten Lösungen suchen und die unter sich eine spezialisierte Nachfrage bedienen. Ihre kompakten Strukturen bleiben beweglich und legen sich auf Dauer nicht fest. Für die städtischen Öffentlichkeiten der Verwaltung und der Anlieger/innen bleiben sie nahezu unsichtbar, Berührungen finden kaum statt.

Korrektur
Der Mangel an Aufmerksamkeit, der Freiräume schafft für Nutzungen städtischer Räume jenseits der Vorstellungen wohlanständiger Bürgerlichkeit provoziert Protest auf dieser Seite. Denn es sind nicht nur Künstler/innen, die sich angezogen fühlen von unbesetzten und ungestalteten Flächen. Auch Menschen mit unüblichen Lebensläufen und Tagesrhythmen, nicht festgelegt auf die Teilung in Arbeits- und Freizeit, fühlen sich wohl auf Plätzen unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle der städtischen Ordnungsmacht.

Dieser Möglichkeitsraum mit seinen unübersehbaren Potentialen wandelt sich in der Rhetorik bürgerlicher Entrüstung zum trostlosen Schandfleck, was wiederum politischen Handlungsbedarf provoziert. Nach vielerlei Beschwerden und Diskussionen erscheint im November 19942 ein Artikel im Düsseldorfer Express, der dringend neue Aufenthaltsqualität (für wen?) auf Düsseldorfer Plätzen fordert. Der Worringer Platz erhält das Prädikat »hässlichster Platz Europas«. Besonders die Fußgängerunterführung, die Passanten unter dem Worringer Platz und den viel befahrenen Anliegerstraßen hindurch leitet, stellt ein Problem dar. Niemand durchquert gern die nach und nach verwahrlosten Tunnel mit den ewig defekten Rolltreppen, in denen Abfälle und die Reste täglicher Exzesse Wände und Böden dekorieren. Eine Düsseldorfer Investorengruppe unter der Führung des Karnevalisten und Autohändlers Günter Pagalies bietet 1995 eine 3 Millionen Mark schwere Lösung an: Geschäfte, Bistros und Cafés würden »das Rattennest« in ein »neues Juwel« verwandeln. Und auch die Kunst spielt in dem Konzept der Vertreibung ungeliebter Nutzer/innen3 durch flächendeckende Kommerzialisierung eine Rolle: »Unter der Erde stellt Pagalies es sich bunt vor. Er hat bereits Kontakte mit Top-Galerien und Künstlern aufgenommen: Bilder, Drucke zum kleinen Preis...« sollen in die Angebotspalette aufgenommen werden. Im Juni 1995 scheitert das ehrgeizige Projekt, das auch »Platz für Künstler« einräumen wollte4, an langfristigen Neugestaltungsplänen der Stadtverwaltung. Ein Ergebnis der von der Bürgerinitiative »Rettet den Worringer Platz« initiierten »Eisdielengespräche« ist die Stilllegung der Fußgängerunterführung und die Einrichtung von durch Ampeln regulierten oberirdischen Übergängen, um kurzfristig eine Verbesserung der von allen Beteiligten als unzumutbar geschilderten Situation auf dem Platz herbeizuführen.

Der klassische »Angstraum« wird schließlich unter hohem finanziellem Aufwand mit schweren Betonplatten versiegelt. In einer finalen Aktion lädt die Stadtverwaltung Graffiti-Sprayer zu einer schon nicht mehr subversiven »Verschönerung« der nunmehr aufgeräumten und leergefegten Gänge ein. Es entsteht eine abgeschlossene Bilderwelt gezähmter Gesten als ein Zeichen des Einschließens vormals regelloser Aktivität. Die selbst gewählte Exklusivität in aufgegebenen Räumen, die Künstler/innen-Projekte am Worringer Platz bis dahin ausgezeichnet hatte, wurde hier aus Sicht der Stadt als endgültige ausschließende Einkapselung neu interpretiert. In den Regionen unterhalb des öffentlichen Lebens auf der Platzoberfläche, unsichtbar und damit auch jenseits jeglicher Wirkmacht, wird Subversion als Handlungsmöglichkeit unschädlich konserviert. Die eingeladenen Graffiti-Artisten halten sich nicht an das vorgeschriebene Szenario und verteilen restliche Spraydosen-Füllungen auf dem Heimweg - nunmehr uneingeladen - an den Wänden der Nachbarschaft.

Dynamik
Weitere Künstler/innen-Initiativen entwickeln sich, die im Unterschied zu den Vorgängerprojekten mehr und mehr an der Repräsentation künstlerischer Aktivitäten vor einer breiteren Öffentlichkeit interessiert sind. Die Gruppe Weltengarten beschreibt in ihrer Einladung zur Ausstellung in der sogenannten »Botschaft« am Worringer Platz - dem vormaligen Capitol-Theater und nachmaligen Baumarkt - im März 2001 die Situation wie folgt: »Dass der Künstler-Verein wp8 seit 1992 hier am Platz ist und viele bildende Künstler in der Umgebung ihre Ateliers haben, ist für die Anwohner weitgehend unbemerkt geblieben. Mit der Ausstellung wollen wir eine Öffentlichkeit für uns herstellen und den Anliegern ein Forum für einen offenen Meinungsaustausch geben.«

Das Interesse der Künstler/innen an einer Öffentlichkeit für ihre Werke wird hier auch durch die Verknüpfung mit den Interessen derjenigen Anwohner/innen, die zur öffentlichen Artikulation willens und in der Lage sind, legitimiert. Dezent klingt eine mögliche Problemlösung im Sinne einer Verbesserung der Situation vor Ort durch die Aktivitäten der Künstler/innen an. Womit diese allerdings damit beginnen, den Ast abzusägen, auf dem sie sich eben erst niedergelassen haben. Denn das Angebot von Kunst als Problemlöser meint immer auch ihre Verzichtbarkeit, wenn das Problem erst einmal aus der Welt geschafft ist. Ein weiterer Unterschied zu den Pionieren am Platz zeigt sich auf der Seite der Ökonomie der Projekte. Blieben Erstere weitgehend unter sich, handelten selbst beauftragt, entwickelten eine unabhängige Ökonomie und waren dadurch auch unabhängig von der Förderung Dritter, sind die nun folgenden Aktivitäten auf das Plazet der städtischen Verwaltungen und der jeweiligen Immobilieneigner angewiesen, weil sie den größeren Raumverbrauch und die Ausweitung der öffentlichen Sichtbarkeit nicht mehr eigenständig finanzieren und organisieren können.

Der »Professionalisierung« der Künstler/innen vor Ort - im Sinne ausgedehnterer Organisationsstrukturen, einer fortschreitenden Verwicklung künstlerischer mit den Interessen der Stadtverwaltung und der Anwohner/innen sowie einer Steigerung des repräsentativen Outputs - folgt die Professionalisierung der Anwohner/innen im Sinne der Durchsetzung ihres Anliegens nach einer »Verschönerung« der Platzsituation. Womit in erster Linie der Wunsch nach einem sozialen Filter durch entsprechende Gestaltungsmaßnahmen gemeint sein dürfte, der Junkies und Alkoholkranke in die Unsichtbarkeit verdrängt, aus der die Künstler/innen sich gerade herausbewegt hatten.

Die Eisdielengespräche werden fortgesetzt. Thema sind auch immer wieder die Betondeckelungen der Unterführungszugänge. Die perfekte Sitzhöhe lädt zum Verweilen ein. Nicht nur wartende Fahrgäste lassen sich nieder, die sockelartigen Platten sind auch als Treffpunkt für gemeinschaftliche Trinkgelage beliebt. Eine zunehmende Vermoosung überzieht die Oberflächen mit einem zartgrünen Schleier, der in der Kombination mit Taubendreck besonders bei regnerischem Wetter eine ungesunde Optik erzeugt. Im Rhythmus der kommunalen Wahltermine finden Bürger/innen-Anliegen endlich Gehör und so werden die Sockel schließlich im Jahr 2001 komplett rückgebaut und der Tunnel unwiderruflich versiegelt. Oberbürgermeister Joachim Erwin lässt es sich nicht nehmen, eigenhändig mit dem Vorschlaghammer eine erste Spur der Verwüstung in die mittlerweile inkriminierten Betonplatten zu zeichnen. Damit sind auch sämtliche Sitzmöglichkeiten außerhalb der Wartehäuschen des ÖPNV auf dem Platz aus dem Weg geräumt und nicht nur unerwünschten Gästen ist der Aufenthalt verleidet.

PLATZDA!
Der Sommer 2002 findet den Platz orange-rot beflaggt. Die Parole »PLATZDA!« klingt nach freimachen, wegfegen, aufräumen. Die so benannte Initiative des städtischen Planungsamtes zur Neugestaltung Düsseldorfer Plätze setzt sichtbare Zeichen einer neuen Aufmerksamkeit auch für den Worringer Platz. Über 100 Plätze werden programmatisch zusammengefasst und zum »Bespielen« freigegeben. Es ist viel von neuen Aufenthaltsqualitäten die Rede, vom Entdecken und Neuerleben städtischer Räume und das Plätze wichtige Bühnen großstädtischen Lebens seien, die es wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Stadtgesellschaft zu rücken gelte. Da trifft es sich, dass die Landesregierung ein gesteigertes Interesse an der Revitalisierung der nordrheinwestfälischen Innenstädte erkennen lässt und im Rahmen diverser Programme5 auch finanzielle Mittel bereitstellt, die allerdings an eine nachweisliche Beteiligung der Bürger/innen vor Ort gekoppelt sind. Oberbürgermeister Erwin macht sich das Konzept der Partizipation sogleich zu Eigen und formuliert in seiner Eröffnungsrede programmatisch: »Unsere Stadt und ihre Gestaltung ist der größte Wert, den wir haben. Mit viel Engagement gehen wir den ›Düsseldorfer Weg‹: mit den Bürgern gemeinsam!«

Die Auftaktveranstaltung von PLATZDA! findet in der »Botschaft« am Worringer Platz statt. Zuvor von Künstler/innen erschlossen, bietet sich der städtischen Initiative an dieser Stelle ein vorbereitetes Terrain. Künstler/innen verantworten das multikulturelle Catering und gestalten über zwei Wochen »alternativen Alltag«6 auf dem Platz und bringen damit notwendiges kreatives Potential ein, um von der Schlagwort verliebten Power-Point-Ästhetik der Stadtplaner/innen ein wenig abzulenken. Obwohl die Bürgerbeteiligung gerade erst anläuft - mit dem Aufruf »Gestalten Sie Ihren Platz« sollen mit dem PLATZDA!-Logo signierte Transparentfolien die Planungskompetenz der Bürger/innen herausfordern - präsentiert das Ingenieurbüro Arlt unter dem Motto »Menschen auf dem Platz« einen bereits durchgearbeiteten Initiativentwurf: Drei gläserne Marktpavillons7 stehen zum Vorschlag, die bei den unter starken wirtschaftlichen Druck geratenen Einzelhändlern am Platz für Unruhe sorgen. Größerer Widerstand bildet sich gegen den Wegfall eines Teils der so wichtigen Parkbuchten, ohne die noch mehr Autofahrer/innen als bisher am Worringer Platz und den dort verbliebenen Geschäften vorbeifahren werden. Die von den Künstler/innen propagierte Politik der kleinen Schritte und der daraus resultierende Vorschlag »an Vorhandenem anzusetzen, und dies mit kleineren Veränderungen zu verbessern«8 ist im Rahmen des PLATZDA!-Konzepts ausschließlich als Zwischenspiel vorstellbar: Die Stadtplanung sucht nach den großen Lösungen und setzt mit ihrem gestalterischen Nachdenken an einer vorab bereinigten Fläche an. Wo sich auf dieser Tabula Rasa ein Ort für die Wünsche der Bürger/innen findet und welche Vorgehensweise für eine Integration dieser Wünsche in den Planungsprozess vorgeschlagen wird, bleibt ungeklärt.

Testlauf
Folgerichtig betätigen sich nicht die Stadtplaner/innen, sondern die Künstler/innen als Rechercheure und Analytiker der Situation vor Ort. Sie betreiben Geschichtsforschung, führen Gespräche, befragen Anlieger, beleuchten die mikropolitischen Rahmenbedingungen für ad hoc umsetzbare Veränderungen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität (Wasseranschluss, Teeküche, Sitzgelegenheiten), diskutieren die Ergebnisse im Rahmen von Bürgergesprächen und entwickeln als mittlerweile umfassende Kenner/innen des Terrains ein Konzept für einen Ort der Begegnung.

Das von der Künstlergruppe A&O vorgeschlagene »Librarium«9, eine temporäre Platzbibliothek, kann mit Hilfe der Stadtverwaltung im Februar 2003 schließlich realisiert werden. Ein im Rahmen der städtischen Ausstellung »hell-gruen«10 für eine künstlerische Intervention11 im Düsseldorfer Hofgarten angeschafftes, gläsernes Gewächshaus findet, mit Holzofen und Stromanschluss nachgerüstet, auf dem Worringer Platz einen neuen Standort. Die Prognosen sind skeptisch: Keine Woche der Unversehrtheit wird der gläsernen Bücherstube zugetraut. Aber das Konzept geht auf. Die Künstler/innen fragen nach einem wichtigen Buch im Leben und stellen dieses, in Kooperation mit der Düsseldorfer Stadtbibliothek und der Bahnhofsbuchhandlung bei entsprechender Begründung im Glashaus zur Verfügung. Bei einer Tasse Tee tauschen sich Anwohner/innen und Bewohner/innen des Platzes über literarische und weltanschauliche Vorlieben aus. Man lernt sich von einer anderen Seite kennen als bisher und meistert Meinungsunterschiede mit souveräner Ruhe.

Die durch die persönliche Anwesenheit der Künstler/innen sichergestellte Verbindlichkeit und integrative Kraft des Projekts verhindert Vandalenakte und findet die ungeteilte Zustimmung des Umfelds. Gegen die, insbesondere in die ökonomischen Rahmenbedingungen eingeschriebene, Vorläufigkeit des Projekts mehren sich Proteste. Mit dem nach acht Wochen näher rückenden Ende des gläsernen Librariums, das sich auf dem Platz wider alle Unkenrufe so lange behaupten konnte, mühen sich Verwaltung und Künstler/innen im Dialog um eine machbare Fortsetzung. Es folgen zunächst die »Winterwochen«12 und schließlich das sogenannte »Frühbeet«: Die Künstler/innen agieren hier als Moderator/innen eines offenen Raums, der von Interessierten für die Gestaltung eigener Veranstaltungen gebucht werden kann. Bürgerschaftliches Engagement und künstlerische Nutzungen wechseln sich ab.

Das »Frühbeet« wird zur Keimzelle vielfältiger Ideen und Projekte, die den Worringer Platz als Ereignisraum nutzen. Die »Belebung« des Platzes durch das Engagement der Künstler/innen, immer am Rande der Selbstausbeutung, wird offiziell in die Erfolgsgeschichte von PLATZDA! eingetragen und künftig als exemplarische Kunstaktion in den Veröffentlichungen des Stadtplanungsamtes kommuniziert. Dadurch wird ein Zusammenhang suggeriert, der die Aktionen und Angebote der Künstler/innen in den Wirkzusammenhang des PLATZDA! Konzepts hereinholt. Eine Sichtweise, die außer Acht lässt, dass der Aufmerksamkeit der Künstler/innen für den Platz eine Geschichte zugrunde liegt, die schon lange währt und im Laufe der Zeit immer wieder selbst beauftragtes Handeln hervorgebracht hat, das »Belebung« und Partizipation als Surplus produziert, aber in erster Linie spezifisch künstlerischen Interessen folgt.

Maßgeblich durch den Künstlerverein wp8 e.V. mobilisiert eröffnet in der leer stehenden Sparkasse am Worringer Platz im Juli 2002 die Gruppenausstellung »Dein Bild der Stadt«. Im ehemaligen Büro des Sparkassen-Direktors entsteht die »Bildstelle Worringer Platz« als Anlaufstelle für Gestaltungsvisionen. Bürger/innen sind eingeladen, ihre Gestaltungswünsche mit dem Düsseldorfer Künstler Axel Ganz zu besprechen, der im Gegenzug eine professionelle Visualisierung anbietet. Wie soll der Worringer Platz der Zukunft aussehen?

Auch der Ideenworkshop01 »... vom Worringer Platz bis zum Rhein! Eine neue Promenade?«, im April 2003 initiiert vom Düsseldorfer Stadtplanungsamt, setzt auf die Professionalisierung des Entwerfens von visionären Szenarien und übernimmt dafür wiederum von Künstler/innen zuvor erschlossenes Terrain: Der Workshop, der »Raum für Visionen«13 erst noch schaffen will, findet in der alten Paketpost einen Veranstaltungsort, dem der Ruch des Kreativen durch die langjährige künstlerische Zwischennutzung bereits anhaftet.14 Nicht nur der Worringer Platz ist Thema des Workshops, gleich eine ganz Kette von innerstädtischen »Freiräumen« soll in interdisziplinären Teams zu einem städtischen Boulevard zusammengesetzt werden. Die Ergebnisse der viertägigen Auseinandersetzung werden vom Abschluss-Podium eher verhalten kommentiert: Ein großer Wurf war offensichtlich nicht dabei, dafür viele kleinteilige Lösungen und Ideenfragmente, die sich kaum schlagkräftig subsumieren lassen. Der Kulturdezernent und Stadtdirektor Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff15 wertet das Präsentierte gar als nicht realisierungsfähig sondern möchte es in erster Linie als »Anregung« verstanden wissen.

Fakten schaffen
Schon Ende 2003 beginnt die Düsseldorfer Stadtpolitik sich auf die im September 2004 anstehenden Kommunalwahlen auszurichten. Der Worringer Platz soll nun endlich gründlich erneuert und umgestaltet werden und zwar am liebsten von heute auf morgen, in jedem Fall aber mit einem Fertigstellungstermin kurz vor dem herbstlichen Urnengang. Das Projekt wird zur Chefsache erklärt und alle Handlungsfäden laufen künftig im Rathaus zusammen. Das Glashaus verschwindet in städtischen Lagerhallen und ein improvisiertes Wettbewerbsverfahren wird über den Jahreswechsel 03/ 04 hinweg kurzfristig durchgezogen. Da bleibt keine Zeit, all die mit Bürger/innen-Wünschen gefüllten »Ideenbücher« aus dem Regal zu ziehen, den Platz selbst noch einmal gründlich in Augenschein zu nehmen oder mit Anwohner/innen und Künstler/innen als den Expert/innen des eigenen Lebensumfelds zu sprechen; und es bleibt auch keine Zeit, die zuständige Bezirksvertretung vorab zu informieren. Wie hieß es noch in den offiziellen Verlautbarungen? »PLATZDA! diskutiert Plätze, bespielt Plätze und erarbeitet mit den Bürgern und interdisziplinären Teams Handlungskonzepte für die Weiterentwicklung der Platzkultur in Düsseldorf.« Partizipation bleibt hier ausdrücklich auf die Ideenfindung beschränkt. Die abgeschöpfte Kreativität dient dann lediglich der Verzierung der vom Stadtplanungsamt herausgegebenen Imagebroschüren und stattet die neuerlichen Bewerbungen um Landesmittel mit bunten Argumenten aus. In die konkreten Planungen zur Neugestaltung des Worringer Platzes konnten die im Rahmen der inszenierten Bürgerbeteiligung gesammelten Ideen schon allein aufgrund des Termindrucks im Wettbewerbsverfahren keinen Eingang finden.

Hätte man die Bürgerwünsche ernst genommen, wäre dabei zumindest eine sehr interessante Planungsaufgabe herausgekommen und die Suche nach einer anspruchsvollen, gestalterischen Lösung sicherlich keineswegs einfach gewesen: Denn wie kombiniert man einen hochwertig gepflasterten Parkplatz, üppigen Blumenschmuck und eine 24 Stunden lang besetzte Polizeistation mit Straßenbahnhaltestellen, Taxistand und unterirdischen Wertstoffcontainern und macht daraus einen lebendigen Platz mit urbanem Flair, der zusätzlich rund um die Uhr von privaten Sicherheitsdiensten bewacht wird? Aber zumindest das bereits bewährte Glashaus hätte doch, gerade weil Anwohner/innen sich immer wieder für den Erhalt dieses Kunstprojekts ausgesprochen hatten, relativ unproblematisch in die Planungen integriert werden können?

Der Bezirksvertretung präsentiert man den Siegerentwurf als vollendete Tatsache. Präzise Informationen über die Auswahl der Wettbewerbsteilnehmer, die Zusammensetzung der Jury, die Kriterien der Juryentscheidung, bleiben im Dunkeln. Die zur Abstimmung vorgelegte Beschlussvorlage enthält einen Hinweis auf einen geplanten Marktbetrieb, vom Wiederaufbau des Glashauses ist dagegen nicht die Rede. Auf Antrag der Bezirksvertretung wird zumindest einer sogenannten »Bürgerinformation« zugestimmt: Der Entwurf soll vor seiner Realisierung den ausgebooteten Anwohner/innen präsentiert werden, ohne dass noch irgendwelche Einflussmöglichkeiten vorhanden wären.

Immer den Aktivitäten der Künstler/innen auf den Fersen, sucht das Stadtplanungsamt Anfang 2004 die ehemalige Sparkasse am Worringer Platz als Veranstaltungsort der Bürgerinformation aus. Im Rahmen des künstlerischen Projekts »Lesesaal«16 der anwesenden lokalen Öffentlichkeit vorgestellt, erntet der Siegerentwurf »Grüne Insel bei Tag und bei Nacht« des Planungsteams Contur217 deutliche Kritik. Bemängelt wird insbesondere das intransparente und hektische Verfahren und die Tatsache, dass Künstler/innen und Anwohner/innen nicht an der Planung und Entscheidung beteiligt wurden.

Die Initiative PLATZDA! als programmatischer Aufbruch in eine neue Planungskultur hatte sich mittlerweile aus der öffentlichen Sichtbarkeit fast gänzlich zurückgezogen. Der beginnende Umbau des Worringer Platzes musste, ganz entgegen der sonst geübten Praxis sichtbarer Präsenz im städtischen Raum, ohne orange-rote Beflaggung und PLATZDA!-Logo auskommen. Bei genauerem Hinsehen lässt sich zu diesem Zeitpunkt weder inhaltlich noch in der Verfahrensweise ein Bezug zu den über Jahre im Rahmen von PLATZDA! geführten Gesprächen mit Anwohner/innen und interessierten Städter/innen feststellen.

Am 03. Juli 2005 eröffnet OB Joachim Erwin »Die grüne Insel« per Knopfdruck und lässt 170 LED-Leuchtelemente grünlich erstrahlen. Der mobile, 70.000 Euro teure Imbisswagen18 in der Platzmitte wäre natürlich eine Zumutung, lässt er bei dieser Gelegenheit wissen, und müsse selbstverständlich einem festen Gebäude weichen und auch zwei weitere Marktstände würden früher oder später eingerichtet, entsprechende Vorrichtungen für Wasser und Strom seien ja schon vorhanden. Sicher ist es kein großes Risiko, darauf zu wetten, dass der Auftrag zur Planung und Errichtung »fester Gebäude« für drei Marktstände letztendlich an das Büro Arlt vergeben wird, deren einst im Rahmen von PLATZDA! vorgestellter Initiativvorschlag, zwischenzeitlich als Bürgerwille getarnt, trotz aller Gegenanzeigen immer noch beste Chancen auf Realisierung hat.

Und der Platz? Wie hat er sich verändert? Das die gesamte Platzfläche überschreibende, in »Toiletten-Grün«19 gepflasterte Dreieck, mittig konventionell durch einen Pylon pointiert, ist zentrales Element des Entwurfs, der über Erwartbares kaum hinausgeht. Der Pylon bezieht sich auf Jules Vernes »Le Rayon vert«, dem »grünen Strahl«, den die Sonne in der Sekunde zwischen Tag und Nacht hervorbringt und der demjenigen, der davon berührt wird, ein glückliches Leben verheißt. Aus Glasbausteinen massiv aufgeschichtete und von innen beleuchtete »Stadtsofas« begrenzen die Platzkonturen und bilden damit Barrieren gegen die anliegenden Straßen, so dass ein freies Überqueren der Fläche unmöglich wird. Dabei zeichnen sie das stark abfallende Platzniveau nach und überbetonen es. Wie ein schwankendes Floß hängt die blassgrüne Fläche in leichter Schieflage zwischen Gleisen und Bürgersteigen. Nachts gemahnt nur noch das quadratische Raster der grell gefärbten LED-Lichtpunkte im Boden an die intendierte Farbstimmung, die im gelb getönten Licht der Platzbeleuchtung gräulich verblasst. Die Ausbildung der baulichen Details - kniehohe Absperrgitter, die im Dämmerlicht nahezu unsichtbar werden, unvorhersehbare Stolperstufen am Bahngleis, eine Kakophonie der Pflasterungen und Funktionszonenmarkierungen - lässt darauf schließen, dass eine Präzisierung im Vorfeld nicht geleistet wurde und stattdessen stets ad hoc auf auftauchende Schwierigkeiten reagiert werden musste.

Wind of Change
Lässt sich das hier geschilderte »Arbeitsverhältnis« zwischen Künstler/innen und Stadtverwaltung als eine professionelle Zusammenarbeit beschreiben? Die Definitionsmacht blieb immer der Seite der Verwaltung vorbehalten. die die Initiativen der Künstler/innen in die Nähe eines Planungsgeschehens rückt, das künstlerisches Engagement repräsentativ vernutzt und dem eigenen Profil zuordnet. Kunst wurde im Rahmen von PLATZDA! zwar in Betrieb aber nicht so ernst genommen, als dass erbrachte Leistungen professionell vergütet oder nachgewiesene Kompetenz an Entscheidungs- und Planungsprozessen gleichberechtigt beteiligt wurden.

Die progressive und durchaus positive Initiative des Projekts PLATZDA! muss letztendlich am eigenen Anspruch scheitern, der sich in den machtpolitischen Spielchen zwischen den dominanten Interessen in der städtischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft aufreibt. Je nach politischer Großwetterlage werden Informationen breit veröffentlicht und Aufmerksamkeit eingefordert oder sorgsam gefiltert und zurückgehalten. Der Vertrauensvorschuss, den die Stadtverwaltung auf der Seite der Bürger/innen vielleicht einmal besaß, ist längst aufgebraucht, denn die angebotene und auch angenommene Beteiligung wird letztendlich als Legitimation für einsame und selbstherrliche Entscheidungsfindungen missbraucht, die auf den Bürgerwillen allenfalls dann erkennbare Rücksicht nehmen, wenn der nächste Wahltermin näher rückt. Eine Feudalisierung demokratischer Prozesse lässt sich in vielen Kommunen beobachten, und zwar besonders in den Bereichen, die sich mit Gestaltungsfragen des städtischen Raums auseinandersetzen.

Nach vielen Diskussionen und der Suche nach Finanzierungsmodellen wurde das Glashaus im Juni 2005 wieder aufgestellt. Der neu gegründete Verein »Black Office e.V. will weiterhin für den Betrieb sorgen. Somit können am Ende doch alle einigermaßen zufrieden sein: Die »Stadtsofas«20 sind am Tag wie in der Nacht ausgezeichnet geeignet für kleinere Privat-Parties und informelle Meetings. Sie sind zwar etwas hart und eigentlich ein wenig zu kühl zum Sitzen, aber auch ein improvisiertes Schläfchen ist, zumindest bei sommerlichen Außentemperaturen, durchaus machbar. Skater lieben das leichte Gefälle der Platzoberfläche und nehmen die Leuchtbänke gerne als Ausgangspunkt für artistische Experimente und Sprungübungen. Der Imbiss in der Platzmitte darf zwar keinen Alkohol ausschenken, verkauft aber gut gekühlte Cola und Limonaden, die man mit mitgebrachtem Wodka oder Rum in leckere Longdrinks verwandeln kann. Ob die Tauben, die immer noch ungezählt die Bäume besiedeln, ihre Exkremente lieber auf grüne statt auf graue Pflastersteine fallen lassen, konnte noch nicht ermittelt werden.

Die umlaufenden, in das Platzinnere orientierten Bänke wandeln den Platz in eine Bühne und formulieren im sogenannten öffentlichen Raum einmal mehr die geschützte Sicherheit einer Enklave, die sich nach außen abschließt und permanent selbst reflektiert. Diese Verwandlung eines öffentlichen Platzes in ein städtisches Wohnzimmer signalisiert den Anspruch der Verwaltungsspitze auf den Posten des Hausherrn: Wer sich nicht benimmt, fliegt raus und die Kunst hängt dekorativ an der Wand!

*Überarbeitete Version eines Textes, entstanden im Zusammenhang der Gruppe stadtraum.org (2002-2006) im Jahr 2005 für den Reader »Changing Habitats«, herausgegeben von der GAK Bremen. Dank an Axel Ganz, Oliver Gather, Anne Mommertz, Ingrid und Hans-Jürgen Schröder und Nicola Schrudde für die Unterstützung bei der Recherche!

Fußnoten
1. In der aufgegebenen Paketpost konnten große Flächen günstig angemietet werden. Es entstanden Ateliers, kleine Ausstellungsprojekte und ein illegaler Club. Auch die ehemaligen Sparkasse und das Capitol-Theater waren zeitweise bzw. permanent ohne kommerzielle Nutzung. (zurück)
2. »Worringer Platz: Der Schandfleck bald weg«, Düsseldorfer Express vom 21.11.1994 (zurück)
3. Vertrieben werden sollen vor allem Alkoholkranke, Junkies und Tauben! (zurück)
4. WZ vom 20.01.95 (zurück)
5. »Ab in die Mitte« (www.abindiemitte.de), »Stadt macht Platz/ NRW macht Plätze« (www.stadtmachtplatz.de) (zurück)
6. »Alternativer Alltag«, organisiert von der Künstler/innen-Gruppe Weltengarten und Gäste (zurück)
7. Schon Jahr 2001 lässt OB Erwin durchblicken, was er sich für den Worringer Platz wünschen würde: »Der Oberbürgermeister meinte, dass sich die Mitte des Platzes gut für einen möglichst transparenten Bau eigne. So ließe sich auch hier urbanes Leben erreichen.«, teilt das Düsseldorfer Amtsblatt am 03. 03. 01 mit. Wollte Erwin damit für ein Konzept werben, dass der Planungsausschuss der Stadt bereits ein Jahr zuvor beim Büro Arlt angefragt hatte und das damals noch von acht gläsernen Marktpavillons ausging? Im Jahr 2004 wird dieses auf drei Pavillons reduzierte und dann im Rahmen von PLATZDA! vorgestellte Projekt schließlich offiziell als ein im Rahmen der Bürgerbeteiligung am Worringer Platz entwickelter Vorschlag kommuniziert. (zurück)
8. Zitat A&O (Anne Mommertz und Oliver Gather) nach dem Protokoll des Planungsgesprächs zum Worringer Platz vom 11.07.02 (zurück)
9. »Librarium - Gibt es ein wichtiges Buch in Ihrem Leben?«, temporäre öffentliche Lesestube, Konzept und Durchführung A&O (Anne Mommertz und Oliver Gather), gefördert vom Stadtplanungsamt und Kulturamt sowie der Bezirksvertretung 1 der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Stadtbibliothek und Grauert/ Buch im Bahnhof, Februar bis Ende März 2003 (zurück)
10. »hell-gruen«, Ausstellungsprojekt der Stadt Düsseldorf im Rahmen der Euroga 2002plus mit 30 Kunstprojekten im Düsseldorfer Hofgarten und seiner Umgebung (zurück)
11. Klaus Fritze, »Laboratorium, hell-gruene Expositionsmaßnahme«, Ausstellung »hell-gruen«, Düsseldorf, 2002 (zurück)
12. »Winterwochen«, u.a. mit dem Projekt »Nachtwache«, nächtliche Aktionen, Lese- und Spieltreffs im Librarium, Konzept und Durchführung: Anne Mommertz, Oliver Gather und Heinz Hausmann (zurück)
13. Zitat ».. vom Worringer Platz bis zum Rhein! Eine neue Promenade?«, Workshopbuch Teil 1, Stadtplanungsamt Düsseldorf, 12/02 (zurück)
14. Die Post als Eigentümer hat es sich nicht nehmen lassen, die durch Kunstaktionen attraktivierten Räumlichkeiten der aufgegebenen Paketpost in ein improvisiertes »Fair & Event-Center« zu verwandeln, mit dem sich insbesondere zu Messezeiten hohe Tagesmieten erzielen lassen! Ohne größeren Investitionsbedarf funktioniert Imagetransfer mittlerweile auch auf der Ebene der Zwischennutzungen. Für unterfinanzierte Kunstprojekte stehen die Räume nun natürlich nicht mehr zur Verfügung. (zurück)
15. Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff wechselte 2005 in die Landesregierung und ist als Leiter der Staatskanzlei u.a. auch für die Kulturpolitik des Landes NRW verantwortlich (zurück)
16. Ein Projekt der Düsseldorfer Künstlerin Anne Mommertz (zurück)
17. Contur2, das sind die Architektin Christiane Voigt, der Landschaftsarchitekt Alexander Nix, die Stadtplanerin Veronika Mook, der Lichtkünstler LIT Fischer sowie das Lichtplanungsbüro Hartung (zurück)
18. Der Betreiber hatte sich in einem internen Auswahlverfahren durchgesetzt und den Wagen entsprechend der Platzgestaltung anfertigen lassen. Der Schriftzug »Grüne Insel« ist als Leuchtzeichen auf dem Dach angebracht (zurück)
19. Zitat aus: »Der Insel fehlt das Grasgrün«, Artikel anlässlich der Eröffnung des Worringer Platzes, RP-Online, 05.06.05 (zurück)
20. Die sogenannten »Stadtsofas« greifen offensichtlich auf die im Kontext der Ausstellung »hell-gruen« 2002 im Hofgarten entlang der Jägerhofallee installierten Lichtbänke (»UV-A UV-B«) des Düsseldorfer Künstlers Stefan Sous zurück (zurück)
pdf oben
drucken fenster schliessen